Expertenmeinung zum Thema Sonneschutz: die Hautärztin

MEINUNG DER HAUTÄRZTIN

Dr.Sylvie Truchet Casamayou.
Praktizierende Ärztin in der Abteilung für Dermatologie im Krankenhaus C.H.C.B.

Die Sonne und wir
Die positiven Wirkungen der Sonne kennen wir alle. Gibt es ein besseres Mittel gegen den Stress als das Sonnenlicht im Frühjahr und Sommer, das die saisonalen Depressionen vertreibt?
Und Urlaub steht für Glück, und Strand gerade bei Kindern für Badespaß.

Ein paar ernste Gedanken
Wussten Sie zum Beispiel, dass es für die Vitamin D-Synthese ausreicht, zwei Mal pro Woche je 10 bis 15 Minuten in der Sonne zu sein? Es ist also überhaupt nicht notwendig, die Kleinen länger der Sonne auszusetzen.
Und wer hat nicht schon einmal in seinem Leben einen Sonnenbrand gehabt? Dieses brennende Gefühl auf den Schultern, die Rötungen, das Unwohlsein, wenn man von den ersten schönen Tagen überrascht wurde und alle Vorsichtsmaßnahmen vergessen hat.
Dieser Sonnenbrand, der nach einigen Tagen durch das Auftragen von Cremes und Schälen der Haut schließlich verschwindet, kann allerdings schwerwiegende Folgen haben. Es ist bewiesen, dass Sonnenbrände die Ursache von Hautkrebs, wie dem Melanom, sind. Die Zeitspanne kann lang sein: zwischen 10 und 20 Jahren.
Eins ist sicher: Die Sonnenstrahlen sind für das Entstehen von Hautkrebs verantwortlich. Je mehr UV-Strahlung wir im Laufe unseres Lebens ausgesetzt sind, desto höher ist das Risiko. Es wurde bewiesen, dass Melanome bei jungen Erwachsenen durch Sonnenbrände in der Kindheit hervorgerufen wurden.

Wie sieht ein Melanom aus?
Es kann sich um ein Muttermal handeln, dessen Größe, Farbe und Ränder sich verändern. Man sollte nicht abwarten bis es juckt oder blutet, um seinen Hausarzt oder einen Dermatologen aufzusuchen.Das Entfernen dieser Läsion und eine Analyse ermöglichen, wenn sie frühzeitig erfolgen, eine bessere Prognose und können den Patienten heilen.
Auch andere Krebsarten können durch Sonnenstrahlung hervorgerufen werden: Karzinome im Gesicht, auf der Kopfhaut und den Ohren, manchmal auch auf den Lippen, werden mit ständiger und langer Sonnenbestrahlung in Verbindung gebracht. Auch hier sollte ein chirurgischer Eingriff erfolgen.

Ästhetische Aspekte
Kommen wir zu einem weniger ernsten Thema. Sonnenbestrahlung hat auch negative Auswirkungen auf die kleinen roten Gefäße auf Wangen oder Nase, auf trockene Haut und kann braune Sonnenflecken auf Gesicht, Dekolleté, Rücken und Händen hervorrufen. Außerdem beschleunigt sie die Hautalterung, die Haut verliert ihre Spannkraft und unerwünschte Falten bilden sich.

Tipps
Die Empfehlungen der Hautärzte gelten für das ganze Jahr, aber vor allem vor und während den Sommerferien sollten sie beachtet werden. Die Stunden voller Sonnenbestrahlung sollten vermieden werden, aber selbst morgens und in den Abendstunden sind die Sonnenstrahlen für Kinder schädlich,
auch wenn sie in Bewegung sind und Sport treiben.
Es ist daher unverzichtbar, auf das Gesicht und unbedeckte Körperstellen Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (>40) aufzutragen.
Am besten geeignet sind Cremes, die wasser- und schweißfest sind. Alle zwei Stunden sollte nachgecremt werden.
Das Eincremen allein reicht allerdings nicht aus. Die beste Vorsorge- und Schutzmaßnahme ist das Tragen von Kleidung aus Textilien, die den europäischen Normen zum Sonnenschutz entsprechen (TOP UV oder T-Shirt UV protect).
Diese Kleidung sollte sowohl am Strand als auch beim Baden getragen werden. Eltern, denen die Gesundheit ihrer Kinder am Herzen liegt, verwenden sie, denn sie bietet optimalen Schutz.
 

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